4
Feb
2010

Erziehungsstile

Heute ein interessantes Gespräch mit einer anderen Mutter gehabt. Thema war: Ein Kind das sich schwer anpasst. Sie meinte: Man müsse eben lernen sich anzupassen. Ich habe in dem Moment nichts gesagt, aber wieder fiel mir auf: Ich habe dazu eine durchaus andere Meinung. Man muss lernen, so weit mit zu gehen, wie es für einen o.k. ist, und auch mal Kompromisse zu machen, wo es nötig ist- - Aber strikt gehen, wenn einem Dinge eklatant zuwider sind. Ich will nicht mit 14 Jahren dann 'Streamliner', die klauen, weil alle klauen .... die die Katze quälen, weil alle sie quälen ... auf Kindern mitrumhacken weil andere eh schon hacken ... und so weiter. Mein Standpunkt: Lieber alleine, als eine angepasste Nullnummer mit abgeschaltetem Eigenhirn. - Bloss weil bei den Nazis 95 Prozent mitgerannt sind, wars auch nicht richtiger ....

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mika (Gast) - 4. Feb, 18:42

da würde jetzt ich mehr Kompromisse und Anpassung sehen. Arbeit und so geht das ja nicht ...

Webcat72 - 4. Feb, 19:36

Kunden gegenüber natürlich nicht. Aber auch da kann man ehrlich sein. Muss natürlich sehr auf die Argumentation achten. Team war das für mich eines der Dinge, die sich durch die Selbständigkeit deutlich verbessert haben: Man kann einen kritikoffenen Stil in beide Richtungen pflegen und ist - bei lauter gleichberechtigten Seniors - niemand mehr Rechenschaft schuldig außer dem Kunden - bekommt aber bei unserem Kooperationsstil ehrliches Feedback auch von den Kollegen. Das nimmt viel Druck raus. Ich hatte zwischenzeitlich ja bekanntlich auch zwei Mimosen, die haben keine ehrlichen Worte vertragen und beim ersten besten Konflikt abwechselnd entweder geschwiegen oder äußerst befremdlich reagiert. Das brauche ich mir aber meines Erachtens nicht an zu tun und habe das auch aktiv und klar kommuniziert. Ist meine Entscheidung. Dann geht man eben und lässt das Ganze. Man hat ja Leute mit denen offener, fairer Austausch der Qualität zu liebe möglich ist und denen das auch wichtig ist. Die muss man dann eben suchen und finden und macht mit denen seine Projekte.
Webcat72 - 4. Feb, 19:48

Warst Du das, die mich damals mal gefragt hat wie ich leben würde, wenn ich so könnte wie ich wollte? Mir wird immer klarer: Ich würde mitten in die Stadt an einen schönen Park ziehen. Mir ein Häuflein ehrgeizige, fähige Leute suchen mit denen man gemeinsame, berufliche Selbstoptimierung machen könnte, so kommunenmäßig wie früher in den goldenen Jahren des Internet. Wichtig: Keine Bosse. Jeder hat seinen Bereich, in dem er sein eigener King ist. Und privat darf auch jeder leben wie er möchte und die anderen halten die Schnauze dazu, so lang sie nicht gefragt werden, weil sies schlicht nix angeht. Drüber hinaus diskutiert man, macht man Parties, geht in Rockkonzerte und ins Theater, macht Sport und organisiert gemeinsame Kinderbetreuung für die kritischen Zeiten an denen alle rödeln. Oder das macht die Oma ums Eck, dafür geht man für sie dann mit einkaufen, oder fährt ihren Müll weg. etc. Insgesamt: Jeder erst mal für sich - und wenns aber mal gar nicht mehr geht, auch ne Weile support für einen. Ansonsten einfach: Respekt und Unterstützung wenn einem mal das Ego durchhängt. So'n Club aus lauter überarbeiteten funky Irren, die mit 60+ noch Bock auf Neues ausprobieren haben. Hauptsache es bringt einen weiter und ist nicht esotheoretisch oder irgendwelche bescheuerten -ismen, Feindbilder oder sonstwas in der Richtung, was Dumme als Gemeinschaftsgefühlkatalysator so brauchen. Als gemeinsamer Wert reicht m.E.: Beschränkender Wert ist die Freiheit der Anderen. Kurz und banal: Wer die anderen linkt, findet die Tür. - Lies mal den Vollzeitmann und lache Dich mit tot. http://vollzeitmann.de/ Kein Wunder dass dieses Zeug das er verzapft einschlägt wie die Bombe. Dieser Kleinfamilienschmarrns mit viel zu vielen künstlichen 'sozialen Kontakten' die null die eigene Wellenlänge sind ist einfach ein fetter Irrweg der Gesellschaft und ausreichend kreativitätstötend. Ich höre so viel Geschmarre über Lebensqualität von allen Seiten zur Zeit. keine Ahnung was das für ein Virus ist. Unsere Au Pair fing damit an. Ne Nachbarin fing damit am. Am Wichtigsten für Lebensqualität ist mir: Dass die Arbeit gut läuft, ich dann arbeiten kann, wenn ich die Zeit brauche und mich erholen kann, wann ich das brauche, und ein paar coole Leute zum Fetz machen habe. Der Rest ist mir völlig wurscht. Vorausgesetzt es sind keine größeren Sorgen da über Kohle, Kinderwohlergehen oder Gesundheit, versteht sich. Das sind jetzt mal Voraussetzungen.

- AMEN ,)
Webcat72 - 4. Feb, 20:23

alles in allem bin ich derzeit eigentlich nicht ganz weit davon weg. nur die Freunde, die das checken und die ich dazu gerne um mich hätte sind größtenteils zu weit weg. -- ... tzzz ;)
Webcat72 - 4. Feb, 21:46

.. im Übrigen gibt es in Kürze arbeitsmäßig ein interessantes Experiment: Art feste TzStelle, wenn auch als Honorarbasis. Bin gespannt ob ich es a) überhaupt durchhalte, neben all den anderen Projekten, die langfristig ja eher sogar wichtiger sind. - Mein Mann verdient im Moment ja gut genug, dass ich im Moment an sich nicht solche umfassenden festen Jobs annehmen muss, wenn es mich zu sehr schlaucht. - Und ehrlich gesagt, frisst die Steuer so viel davon, dass es finanziell auch nicht wirklich 'cunning' is oder ob ich b) nach den Monaten sage: nie mehr, lieber frei und jeden Monat neu um die Jobs kämpfen, als das noch mal ,) - dann wüßte ich zumindest, dass ich über was anderes also Festanstellungen etc. außer bei Überlebensnotstand gar nicht mehr nachdenken brauche ,9
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