10
Nov
2006

Telefone abhören - vergesst den Informantenschutz

... jetzt schlägts langsam 13 Komma 99. Mein Google Alert spuckt derzeit zum Thema "Telefon abhören" permanent Dinge aus - wie diesen Artikel gestern in der taz
Thema: "Zypries legt die lange erwarteten Pläne zur Neuregelung der Überwachung von Telefonen, E-Mails und Internet vor"

Auszug gefällig?

FREIBURG taz Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) will mehr polizeiliche Überwachung der Telekommunikation zulassen und dabei zugleich die Rechte der Bürger stärken. Das ist die Botschaft eines Gesetzentwurfs, den Zypries gestern vorstellte.
...
Erstmals wird gesetzlich geregelt, dass Telefonate mit Pfarrern, Strafverteidigern und Abgeordneten nicht abgehört werden dürfen, es sei denn, diese sind selbst verdächtig. (Na toll, zumindest das klerikale wie sakulare Beichtgeheimnis bleibt bestehen!).

Bei sonstigen Rechtsanwälten, Journalisten und Ärzten muss nur die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme streng geprüft werden (Wenn die taz hier nicht polemisch falsch zusammenfasst, ist DAS eine Farce und das Eingeständnis: Beim Rest wird nicht mal mehr streng geprüft; und: es höhlt den Informanten- und Klientenschutz dieser Berufsgruppen restlos aus und macht diesen zur Farce.).
...
Betroffene sollen künftig nach Abschluss der geheimen Ermittlungen häufiger unterrichtet werden, plant Zypries. Soll die Benachrichtigung aus taktischen Gründen länger als ein Jahr unterbleiben, muss ein Gericht dies genehmigen (Man beachte: SOLLEN, nich MÜSSEN ! i.e.: vergeßt es ... wer wird nicht mit allen Mitteln darum kämpfen, einen Journalisten nicht unterrichten zu müssen, dass er abgehört wurde, damit er sich nicht öffentlich im nächsten Artikel beschweren kann.)

Quelle: taz vom 9.11.2006, S. 5, 83 Z. (TAZ-Bericht), CHRISTIAN RATH


Und nun, liebe Journalisten (s.o.) mache ich an dieser Stelle erstmals unverholen in meinem Blog - (unbezahlte) Werbung für einen Kunden, der auch auf meiner Business-Site aufgeführt ist:

HTTP://WWW.CASPERTECH.COM

Gerade wer als Journalist viel mit sensiblen Themen hantiert, sollte sich die Verschlüsselung seiner Mobiltelefonie wohl bald gönnen ... irgendwie reicht es.

7
Nov
2006

Der Kleine Alte Maulwurf wird 50

Ach süss: eigentlich schreibe ich ja gerade wieder mal einen Artikel über Zigarettenfälschungen, Zoll und mehr. Aber ein bisschen bei den Nachbarn rumsurfen ist auch sonst ganz nett ;)

krtecek1

In Prag eröffnete eine Ausstellung zu Ehren der Zeichentrick-Figur

Prag - Der "Krteček", die wohl berühmteste tschechische Zeichentrickfigur, feiert seinen 50. Geburtstag. Am Freitag wurde aus diesem Anlass eine Ausstellung in der Villa Portheim in Prag eröffnet.

An der Vernissage nahm auch Zdeněk Miler teil, der Schöpfer der Figur, die im deutschsprachigen Raum als "der kleine Maulwurf" bekannt wurde.

Deutschen Fernsehzuhschauern ist Milers "Krteček" aus der Kult-Sendung für Kinder "Die Sendung mit der Maus" vertraut. Tschechische Kinder kennen den Maulwurf aus dem "Večerníček", dem Sandmännchen-Pendant des Senders ČT 1.

Tschechien Online, 6.11.2006. Foto: Archiv

Na dann: Gratuliere, alter Herr !!

26
Okt
2006

Müdigkeit ist ...

... wenn man Katzenfutter ins Bierglas gefüllt hat, und dann gerade noch zurückzuckt, bevor man die Bierflasche ins Katzenschüsselchen leert.

Soeben erlebt.

Schiet auch ...

... mein Mann hat einen Kurz-Pressetrip nach St.Petersburg aus Zeitmangel abgesagt. Dabei hätte ich da eine "freie Mitarbeiterin" gewusst, die fürs mitfahren dürfen sogar auch gerne einen Artikel darüber für lau mitgebracht hätte ... Einmal dürft Ihr raten, wen ...

Schiet auch. Wie kann "Mann" so gedankenlos sein ... *SCHNÜFF;(*

Das Geheimnis der Blog Soziologie

"... Ernst Fehr ist überzeugt, dass altruistisches Bestrafen (also ohne direkte Gegenleistung) ein Schlüssel für soziale Ordnung und Kooperation ist: „Man könnte es sogar den Zement der Gesellschaft nennen.“ Die Möglichkeit, Egoisten zu bestrafen, scheint große Anziehungskraft zu haben, obwohl es aus Sicht der Gewinnmaximierung höchstens in ferner Zukunft etwas einbringt. So erlebten die Forscher um Bettina Rockenbach manch wundersame Wandlung: Studenten, die im freien System (ohne Sanktionen für egoistisches Verhalten, Anm. Webcat) noch als Schmarotzer das Gemeinwohl ausgenutzt hatten, fingen nach dem Wechsel (in ein System, wo die anderen Egoismus bestrafen können) an, Abweichler abzustrafen. Ganz nach dem Motto: „Wenn ich schon nicht betrügen kann, dann sollen das andere auch nicht tun. ...“

Irgendwie wirft das ein anderes Licht auch auf die Frage: Wie funktioniert die Blogosphäre. Wie funktioniert Vertrauensbildung im Internet. Oder: "Warum stürzen sich alle wie verrückt auf Abweichler" - mal völlig jenseits der "hirnlos Nachplappern" und "Blogger-sind-dumm und faul" -Theorien. Auch wenn Basis des Artikels von Wissenschaftsjournalist Marcus Anhäuser (plazeboalarm) eigentlich ein soziales "Computerspiel"-Vergleichsgruppen-Experiment ist. Das Erklärungspotential - auch aber garantiert nicht nur für die Blogsphäre - ist beträchtlich ;)

Hier der ganze Artikel aus der SZ auf der Website des Autors: http://www.redaktion-wissen.de/texte/txt_sz_20060420_Strafe.html

23
Okt
2006

Immer auf die Kleinen

"Mathe für Zweijährige, Lesen und Schreiben für Dreijährige: Schon in Kindergärten startet die Bildungsinitiative. Und die Erwartungshaltung vieler Eltern steigt stetig an. In der Annahme „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, schulen viele Eltern ihre Kinder zeitlich vor dem staatlich verordneten Einschulungstermin ein. Doch die Formel „früher + mehr = besser“ trifft nicht auf jedes Kind zu. Auch wenn Studien und Erkenntnisse von Neurobiologen das enorme Lernpotenzial von Kindern bis zum sechsten Lebensalter belegen und Hirnforscher bewiesen haben, dass von klein auf trainierte Bereiche des Gehirns stärker ausgebildet werden, kann sich eine vorgezogene Einschulung kontraproduktiv auf die Entwicklung erweisen: Neuere Studien belegen, dass bei früher eingeschulten Kindern das Risiko emotionaler, sozialer und verhaltensbezogener Probleme steigt. Quelle Zur Studie: Pädagogik-Experte Dr. Jürgen Roth ist Dozent für Grundschulpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

... ich glaube ihm das, aber aus ganz bestimmtem Grund: Weil die anderen alle aus Angst um ihre "armen Kinder" zu spät einschulen und dann die "Kleinen" natürlich einen schweren Stand haben, grade die Jungs, wo die Hackordung ja nach wie vor primär (primatenmäßig ;??) über Sport und Muckies läuft. Wäre der Großteil fünfjährig, wäre das Klassenklima entsprechend, ... wäre alles in Butter. Und die Kinder könnten mit Spass lernen. Auch schon mit fünf.

Und solche vermeintlich gut gemeinten Warungen, machen genau das unmöglich - dass das endlich Realität wird. Vor kurzem erst habe ich von einem Fall erfahren, bei dem die Eltern der Anderen unglaublichen Druck gemacht haben auf Eltern eines Oktoberkinds, das wohlgemerkt im Oktober sechs wurde. Nicht ein Wunderkind vom Februar oder so ... .

P.s.: meiner ist auch - aus Überzeugung - im Oktober mit fünf eingeschult. Das hat nichts mit überzogener Erwartungshaltung zu tun: Ich hatte einfach keine Lust ein Kind mit sechs einzuschulen, das dann schon plus, minus und mal bis hundert rechnet ... und mir zwei Jahre lang die Ohren vollheult, wie sch** babyish Rechnen in der Schule ist .. und dann den Anschluss verpasst, wenns eigentlich endlich etwas tun müsste. Und: Versucht mir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil er umgekehrt motorisch am Anfang fürs Schreiben sehr lang gebraucht hat und sich sehr schwer getan hat und ich kann nur sagen: Hier werden Sie geholfen *g* ... ich fände es einfach völlig bekloppt, ein Kind, das Lernen will, am Lernen zu hindern!
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